AK9H HAMMER — Bedienungsanleitung

Bedienungsanleitung — Kapitel 1 von 9

Kapitel 1

Überblick & Sicherheit

Einstieg in den AK9H HAMMER — der kleine Absetzkipper der 9-t-Klasse mit patentierter Spannteleskop-Technik. 9.000 kg Hublast ebenerdig, ab 12 t Fahrgestell. Zeigt Aufbau, Leistungsdaten und die wichtigsten Sicherheitsregeln vor dem ersten Einsatz.

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Worum es geht

Dieses Kapitel stellt den AK9H HAMMER vor und erklärt die grundlegenden Sicherheitsregeln, die bei jedem Einsatz gelten. Der AK9H ist die kleine 9-t-Klasse der HAMMER-Reihe von MEIER-RATIO — eine patentierte Weiterentwicklung des Absetzkipper-Programms. Wie alle HAMMER-Geräte arbeitet er ohne den klassischen Fanghaken: Ladungssicherung und Kippvorgang laufen über das Spannteleskop.

Eckdaten

  • Fahrgestell ab 12.000 kg zulässigem Gesamtgewicht
  • Hublast ebenerdig 9.000 kg
  • Hublast mit ausgefahrenen Teleskoparmen 5.950 kg
  • Hublast bei 800 mm Unterfluraufnahme 6.300 kg
  • Armlänge 2.805 mm, Teleskopausschub 1.000 mm — Gesamtreichweite ca. 3.660 mm hinter dem Fahrzeug (Mitte Container)
  • Freier Durchgang zwischen den Spannteleskopen 1.930 mm
  • Maximale Aufbaubreite 2.425 mm
  • Bausatzgewicht (Aufbau mit Pumpe, Tank, Ketten) ca. 2.000 kg
  • Hydraulik 250 bar Betriebsdruck, 45 l/min Fördermenge (bei Motordrehzahl 850–1.000 U/min)
  • Geräusch im Bedienbereich unter 80 dB(A)

Geeignete Behälter

  • Standard-Kettengehänge: Behälter nach DIN 30720 mit 4–10 m³ Fassungsvermögen
  • Mobile Behälterpressen nach DIN 30730 Kontur K1 und K1-H
  • Sonderbehälter nur nach Absprache mit MEIER-RATIO

Alle anderen Verwendungen gelten als nicht bestimmungsgemäß.

Schritte

  1. Fahrzeug-Daten prüfen — Zulässiges Gesamtgewicht des Fahrgestells (mindestens 12 t), aktuelle Hublast (je nach Einsatzart 9.000 / 5.950 / 6.300 kg) und Reichweite kennen.
  2. Behälter-Norm prüfen — Nur freigegebene Behälter aufnehmen (siehe oben).
  3. Verkehrs- und Betriebssicherheit kontrollieren — Mindestens einmal pro Schicht. Bei erkennbaren Schäden oder Mängeln: Fahrzeug stilllegen und melden.
  4. Warnanzeige im Fahrerhaus beachten — Wenn die Lampe leuchtet (rot), sind die Hubarme noch nicht in Transportlage. Erst losfahren, wenn die Lampe aus ist.
  5. Umfeld absichern — Vor jedem Aufnehmen, Absetzen oder Kippen den Arbeitsbereich sichten. Niemand darf im Arbeitsbereich oder Schwenkbereich der Hubarme stehen.
  6. Persönliche Schutzausrüstung anlegen — Witterungsgerechte Schutzbekleidung, Sicherheitsschuhe, Warnkleidung — bevor der Fahrer aus dem Führerhaus steigt.
  7. Bedienung nur über die freigegebenen Steuergeräte — Elektrisches Handsteuergerät am Spiralkabel im Fahrerhaus (Serie) oder optional R-E-duction-Funksender. Keine manuellen Eingriffe am Aufbau bei anliegendem Hydraulikdruck.

Sicherheitshinweise

  • Auf- und Absetzen voller Behälter nur mit angezogener Handbremse und auf Ebenen bis 5 % Steigung. Bei größerem Gefälle muss das Fahrzeug talwärts zum Behälter stehen und zusätzlich durch zwei Vorlegekeile gesichert werden.
  • Bei jeder Behälteraufnahme die Abstützungen ausfahren. Bei weichen Böden Unterlegplatten verwenden, um ein Einsinken der Stützfüße zu verhindern.
  • Vor der Fahrt: Abstützungen einfahren, Nebenantrieb ausschalten.
  • Mitnahme von Personen auf der Ladefläche ist verboten.
  • Aufenthalt im Arbeitsbereich während des Arbeitsvorganges ist verboten — Quetschgefahr.
  • NOT-HALT-Funktion — am Handsteuergerät und Funksender durch gleichzeitiges Drücken von Ein- und Ausfahrtaste. Zusätzlich rote NOT-HALT-Taste in der Mitte. Optional zwei NOT-HALT-Taster links und rechts am Aufbau. Wirkung: alle Bewegungen stoppen, Hydraulik wird drucklos.
  • Bei Hochauskippung den freien Raum über dem Fahrzeug prüfen — elektrische Freileitungen, Träger, Vordächer.
  • Bei Schäden, ungewöhnlichen Geräuschen oder roten Anzeigen: Bewegung sofort stoppen, Ursache klären, ggf. Werkstatt.
  • Mit der Bedienung des Fahrzeugs dürfen nur eingewiesene Personen beauftragt werden.
  • Winterdienstbetrieb: Hubzylinder vollständig einfahren, sonst Korrosionsschäden an der Kolbenstange.

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