Schrottpreise von morgen: 5 Tipps für Ihre eigene Prognose

Wann ist der perfekte Zeitpunkt, um Schrott einzukaufen oder gewinnbringend wieder zu verkaufen? Um diese Frage zu beantworten, muss man den Markt genau im Blick behalten. In diesem Beitrag erfahren Sie, anhand welcher Faktoren Sie bereits heute die Schrottpreisentwicklung von morgen ablesen können.

Wie sehen die Schrottpreise von morgen aus?

Schaut man sich die Rohstoffpreise der letzten Jahre an, erkennt man ganz deutlich: Es ging langsam aber stetig bergab. Laut dem amerikanischen Finanzexperten Doug Casey könnte jedoch in diesem Jahr die Wende kommen. Die Rede ist von einem neuen Superzyklus mit steigenden Rohstoffpreisen.

Auch David Donora, Leiter des Bereiches des Rohstoffbereichs bei Columbia Threadneedle Investements rechnet noch mit höheren Preisen für Basismetalle ( z. B. Aluminium, Blei oder Kupfer) aufgrund des Wirtschaftswachstums in den Industrie- und Schwellenländern.

Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehlen Ihnen: Erstellen Sie Ihre eigene Schrottpreis-Prognose. Die folgenden Tipps können Ihnen dabei helfen:

Tipp #1: Stetig über aktuelle Schrottpreise informieren

Die Schrottpreise von morgen fallen nicht vom Himmel, sondern folgen oft ganz bestimmten Regeln und auch Zyklen. Dabei spielen eine Reihe von Faktoren eine wichtige Rolle, die dabei helfen, eine eigene Prognose für die Schrottpreisentwicklung selbst zu erstellen.

Ein wichtiger Faktor sind die aktuellen Schrottpreise. Möchten Sie ein solides Gefühl für die Schrottpreisentwicklung, für perfekte An- und Verkaufszeitpunkte erhalten? Dann müssen Sie die aktuellen Preise kontinuierlich beobachten.

Es gibt  jedoch keinen einheitlichen Schrottpreis. Die Werte können von Händler zu Händler variieren. Auch regional können in Deutschland Unterschiede auftreten. Um ein ganzheitliches Bild zu erhalten, sollte man die Schrottpreise mehrerer Händler miteinander vergleichen.  

Tipp #2: Halten Sie nach der richtigen Schrottart Ausschau

Schrott ist nicht gleich Schrott. Entsprechend unterschiedlich können auch Schrottpreise ausfallen. Bestimmt werden diese vom Material, das aus dem Schrott gewonnen werden soll. Der Schrottpreis für Kupfer ist beispielsweise höher als für Blei.

Eine wichtige Rolle bei der Errechnung der Schrottpreise spielen darüber hinaus:

    • Die Größe der Schrottteile: Geringe Kilopreise machen bestimmte Schrottteile (z. B. Teile der Autokarosserie oder von alten Industrieanlagen) erst ab einer gewissen Größe rentabel. Bei besonders wertvollen Materialien, wie Gold, Silber oder Kupfer, sind bereits kleinere Stanzabfälle sehr gefragt.
    • Die Legierung: Man unterscheidet hier zwischen verchromten (Gusseisen oder (Edel-)Stahl), verzinnten (Bronze) oder verzinkten (Messing) Schrottteilen.
    • Die Reinheit des Materials: Der Eisenschrott (auch FE-Schrott genannt) kann mit unterschiedlichen Fremdstoffen, wie Kunststoff, Holz, Steinen oder Kupferteilen, verbunden sein. Die Trennung der einzelnen Bestandteile ist oft mit viel Aufwand verbunden und kann den Preis entsprechend drücken.

Schrottarten im Überblick:

Aus den bereits genannten Kriterien ergeben sich unterschiedliche Schrott-Kategorien mit eigenen Preisen für den An- und Verkauf. Darunter fällt u. a.:

Mischschrott

Für diese Sorte erhält man meist die geringsten Schrottpreise, da die wertvollen Bestandteile erst mühsam von Fremdstoffen befreit werden müssen. Um Mischschrott noch einigermaßen rentabel zu nutzen, sollte der Fremdstoffanteil nicht höher als 10 % betragen und kein Gefahrenstoff enthalten sein.

Scherenschrott

Wie es der Name bereits verrät, besteht der Scherenschrott aus herausgeschnittenen Teilen. Meist entsteht dieser etwa beim Abbau größerer Industrieanlagen oder bei der Demontage von Fahrzeugkarosserien. Wie der Mischschrott, bewegt sich auch der Scherenschrott im unteren Segment der Schrottpreise.

Preise für Altmetall

Je nach Material gibt es verschiedene Preise für Altmetalle. So erreichen Materialien wie Zinn, Kupfer und Messing die höchsten Schrottpreise. Zink und Blei liegen dabei im Mittelfeld, geringer sind die Preise für Altmetall aus Aluminium.

Edelstahlschrott

Diese Schrottart wird auch V2A genannt und zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht magnetisch und frei von Fremdstoffen sowie Rost ist. Edelstahlschrott kann sowohl in legierter als auch in unlegierter (Verbindung aus Eisen und Kohlenstoff) vorliegen.

Elektroschrott

Elektroschrott lässt sich in verschiedene Kategorien einteilen. So werden etwa größere Haushaltsgeräte, wie Kühlschränke, Backöfen oder Waschmaschinen, als “weiße Ware” bezeichnet.

Der Begriff “braune Ware” bezieht sich auf Geräte der Unterhaltungselektronik (z. B. TVs, Hi-Fi-Anlagen oder DVD-Player). Als “Rote Ware” bezeichnet man überwiegend Geräte in der Heizungstechnik.

Weil in den letzten Jahren zunehmend auch alte PCs, Notebooks, Telefone und Modemgeräte auf dem Schrott gelandet sind, gibt es hierfür inzwischen immer öfter die eigene Kategorie “IT-Schott”.

Kabelschrott

Kabelschrott ist vor allem wegen seines Anteils an Kupfer attraktiv. Je höher dieser ist, desto höhere Preise können auf dem Markt verlangt werden. Weitere, ebenfalls recyclebare Bestandteile sind etwa Aluminium und PVC (Kunststoff).

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Schrottpreise aktuell: 3 Informationsquellen auf einen Blick

Den einen Schrottpreis werden Sie nirgends finden. Die Preise können regional von Käufer zu Käufer variieren. Allerdings wird man im Vergleich unterschiedlicher Ankaufstellen eine Tendenz feststellen können.

Die folgenden drei Internetseiten geben einen guten Überblick zum Schrottpreis aktuell:

  1. bdsv.org: Auf der Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen finden Sie detaillierte Schrottpreise und Informationen speziell für Stahl.
  2. schrottpreis.org: Die Homepage zeigt nicht nur aktuelle Schrottpreise, sondern bietet auch noch einen Überblick zu den wichtigsten Schrottarten. Heraus sticht die Seite mit einem extra Verzeichnis mit Schrottplätzen in ganz Deutschland.
  3. schrottpreise.eu: Hier gibt es sehr umfangreiche Informationen und Preise speziell für Altmetall und Elektroschrott.

Tipp #3: Preisentwicklung von Rohstoffen

Schrottpreise sind eng mit den Rohstoffpreisen verknüpft. Steigt die Nachfrage an Metallen oder Eisen, sind auch entsprechende Schrottarten begehrter – sinkt die Nachfrage, kann man auch mit geringeren Schrottpreisen rechnen.

Die Rohstoffpreise werden im sogenannten Bloomberg Commodity Index zusammengefasst. Der Index besteht aus 20 unterschiedlichen Rohstoff-Kennzahlen. Darunter fallen neben Öl und Erdgas auch Preise für (Alt-)Metalle wie Kupfer, Zink und Aluminium.

Tipp #4: Lernen Sie den Rohstoffpreis-Zyklus kennen!

Die entscheidenden Faktoren, die Einfluss auf den Rohstoffpreis nehmen, sind Angebot und Nachfrage. Entsprechend haben sich auch die Rohstoffpreise schon immer je nach Bedarfslage auf und ab entwickelt.

Zwischen 2000 und kurz vor dem Höhepunkt der Finanzkrise im Jahr 2008 sind die Rohstoffpreise stark angestiegen. Mit der Krise brach der Preis radikal ein. Bis 2011 erholte sich der Preis wieder, um in den Jahren danach immer weiter zu sinken.

Seit 2016 stagniert der Rohstoff- und somit auch der Schrottpreis auf niedrigem Niveau. Entsprechend dem Rohstoffpreis-Zyklus in den letzten Jahren müsste die Preise nun langsam wieder ansteigen.

Wie stark? Das hängt vor allem davon ab, wie sich die Nachfrage an Rohstoffen vor allem in den entscheidenden Schwellenländern China und Indien entwickelt.

Tipp #5: Internationale Börsenentwicklungen im Blick behalten

Für die Prognose der Schrottpreisentwicklung ist es wichtig, auch die internationalen Börsen zu beobachten. Die globale Finanzkrise 2008 hat gezeigt, dass mit abstürzenden Aktien auch die Rohstoff- bzw. Schrottpreise dramatisch sinken.

Warum? Weil infolge von Krisen die Nachfrage an Rohstoffen schnell zurückgehen kann. Plötzlich sind viele Anbieter mit großem Angebot auf dem Markt und finden keine Abnehmer mehr. Wenn Rohstoff- und Schrottpreise sinken, verschwinden zugleich auch einige Anbieter – solange, bis sich der Preis auf niedrigem Niveau wieder stabilisiert.

Steigt der Bedarf an Rohstoffen, wird zuerst auf das Schrott-Recycling zurückgegriffen, da die Aufbereitung vergleichsweise günstiger ist als der Abbau in Rohstoff-Minen. Dies wird gerade bei seltenen Erden deutlich, die es begrenzt nur in China gibt. Alte Mobiltelefone, Notebooks oder Elektromotoren sind wertvolle Quellen für diese Stoffe.

Fazit: Schrottpreisentwicklung – so stellen Sie Ihre Prognose richtig auf

Eine 100-prozentig sichere Prognose über die zukünftigen Schrottpreise kann niemand stellen. Unerwartete Ereignisse, wie die starke Finanzkrisen im Jahr 2008/2009, können die Rohstoff- und Schrottpreise stark beeinflussen.

Manche dieser Ereignisse lassen sich zwar erahnen (etwa beim Aufbau einer Spekulationsblase), es bleiben jedoch viele unbekannte Faktoren bei der Schrottpreisentwicklung.

Dabei gibt es nicht den einen Schrottpreis, sondern viele einzelne Preise, die sich am Material, der Größe und der Zusammensetzung der Schrottteile orientieren. Dabei sind die Schrottpreise eng mit den Rohstoffpreisen verwoben.

Diese wiederum orientieren sich stark an der Entwicklung der internationalen Börsen und der Konjunktur in großen, stark wachsenden Volkswirtschaften wie China oder Indien.

Wie man also erkennen kann, ist es gar nicht so leicht, eine aussagekräftige Prognose für die Schrottpreisentwicklung aufzustellen. Wenn Sie jedoch die verschiedenen Märkte gut beobachten, differenzieren und gewisse Erfahrungswerte sammeln, können Sie durchaus wertvolle Erkenntnisse bekommen.

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