Innovationen bei der Ladungssicherung

„Ladungssicherung beim LKW“ – dieses Thema ist selbst für viele Profis ein Buch mit sieben Siegeln. Eigentlich klingt alles ganz einfach: Nach § 22 StVO ist das Fahrzeug einfach so zu beladen, dass beim Lenken, Ausweichen oder Vollbremsen nichts ins Rutschen oder Rollen gerät. Die Tücke liegt jedoch im Detail: In regelmäßigen Abständen werden gesetzliche Vorschriften geändert oder erweitert

Da ist es nicht erstaunlich, dass nicht immer jeder auf dem neuesten Stand ist und Fehler passieren. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen einen Einblick in das Thema Ladungssicherung geben und aufzeigen, mit welchen Innovationen die Industrie auf die ständig wachsenden Anforderungen und Ansprüche reagiert.

Wie häufig sind Fehler bei der Ladungssicherung?

Die Ladungssicherung ist bei Spediteuren ein wichtiges, aber unbeliebtes Thema. Seine Bedeutung zeigt sich daran, dass allein im Jahr 2013 579 Unfälle mit Personenschaden auf eine mangelhafte Ladungssicherung zurückzuführen waren. Das Kraftfahrtbundesamt gab an, dass im gleichen Zeitraum 2.170 Lkw kontrolliert wurden. Nur 35 % von ihnen blieben bei der Ladungssicherung ohne Beanstandung. Zu den häufigsten Fehlern zählen das Stapeln zu schwerer Wagen und der gemeinsame Transport von Normal- und Gefahrgut, bei dem übersehen wird, dass Gefahrgut grundsätzlich durch Gurte gesichert werden muss. Und das kann teuer werden, wie der neue Bußgeldkatalog von 2018 zeigt. Verstöße sind nicht nur kostspielig, sondern können sogar strafrechtliche Konsequenzen haben. Die Anklagepunkte reichen hier vom fahrlässigen Eingriff in den Straßenverkehr über fahrlässige Körperverletzung bis hin zur fahrlässigen Tötung.

Welche Maßnahmen zur Ladungssicherung gibt es?

Grundsätzlich sind die form- und die kraftschlüssige Ladungssicherung zu beachten. Zur formschlüssigen Ladungssicherung muss das Transportgut möglichst lückenlos geladen werden. Gibt es Freiräume, müssen diese geschlossen werden. Als Hilfsmittel dienen Spanngurte mit Ratsche, Spanngurte ohne Ratsche, Zurrschienen, Kopf- oder Buchtlaschung, Zurrketten, Sperrbalken und Keile. Auch Ladungssicherungsnetze werden eingesetzt. Die Notwendigkeit der kraftschlüssigen Ladungssicherung wird deutlich, wenn man sich veranschaulicht, welche Energien während der Fahrt wirken: bis zu 80 % des Ladungsgewichts wirken beim Bremsvorgang in Fahrtrichtung, beim Anfahren wirken immerhin noch 50 % nach vorne. Um diese Kräfte auffangen zu können, werden Spanngurte, Spanngurte mit Ratsche und Zurrschienen verwendet, die das Ladegut niederzurren.

Ladungssicherung bei Absetzkipper

Die Arbeit mit Absetzkippern erfordert besondere Sorgfalt und Vorsicht. Schließlich sind die Container, die geladen werden, überaus groß und schwer. Kommt es hier zu Fehlern bei der Ladungssicherung, besteht möglicherweise große Gefahr für Mensch und Material. Vor allem während des Kippvorgangs und beim Rangieren und Fahren mit zwei Containern ist größte Vorsicht geboten. Um gerade bei diesen Vorgängen für Sicherheit zu sorgen, haben wir die Kipper-Modelle Hammer und Maximus entwickelt, die sich eines neuen Systems bedienen und die wir hier exemplarisch für Innovationen in der Ladungssicherung vorstellen möchten.

Was ist die Besonderheit?

Bei einem normalen Absetzkipper werden die Container lediglich mit je zwei Ketten pro Seite an der Hydraulikkonstruktion fixiert. So kann der Container bewegt, gekippt, aufgenommen oder abgesetzt werden. Der Container schwingt jedoch frei und stellt so ein nicht unerhebliches Risiko dar. Nicht nur der Container selbst, sondern auch Objekte oder Personen in der näheren Umgebung können gefährdet werden. Bei den Modellen Maximus und Hammer kommen pro Seite drei Ketten zum Einsatz. Gegen die zusätzlichen Ketten drückt die Hydraulik des Kippers, so dass diese gespannt werden. Insgesamt wird der Container so zu beiden Seiten und nach unten zuverlässig gehalten. Das Ergebnis: deutlich mehr Stabilität beim Be- und Entladen sowie beim Kippen, wie unser Video beweist.


Welchen Einfluss hat das auf die Ladungssicherheit?

Das System der Kippermodelle Hammer und Maximus verhindert ein Ausschwenken der Container während aller Arbeitsprozesse. So werden Schäden an den Containern selbst, aber auch im direkten Umfeld des Kippers vermieden. Zudem ergeben sich Vorteile bei Fahrten mit zwei Containern, bei denen die Container ineinander gestapelt werden müssen. Beim herkömmlichen System muss der obere Container mit Spanngurten gesichert werden. Diese sind sehr verschleißanfällig und dem System mit Ketten in Sachen Haltbarkeit unterlegen. Die Sicherung ist damit hochwertiger. Es ist sogar möglich, die ineinander gestapelten Container gefahrlos abzukippen.

Gibt es weitere Vorteile?

Das System der Kippermodelle Hammer und Maximus bringt außerdem einen eindeutigen Zeitvorteil. Während bei herkömmlichen Absetzkippern wie erwähnt Spanngurte angebracht werden müssen, entfällt diese bei der Kettenlösung. Nachdem die Ketten installiert und die Container aufgeladen wurden, ist das Fahrzeug schon bereit zur Abfahrt. Die Stabilisation, die der Absetzkipper durch die Ketten für den Ladevorgang erhalten hat, ist auch für den weiteren Transport völlig ausreichend. So ist der Absetzkipper schneller wieder auf der Straße, kann seinem nächsten Auftrag entgegenfahren und für Umsatz sorgen.

Durch diese zuverlässige Ladungssicherung können außerdem Kosten eingespart werden. Nicht selten kommt es durch fehlerhaft gesicherte Container zu Beschädigungen an den Containern selbst oder am Fahrzeug. Dies zieht hohe Reparaturkosten und Ausgaben für Neuanschaffungen nach sich. Bedenkt man, dass ein Absetzkipper in der Werkstatt nicht nur die Unterhaltungskosten erhöht, sondern als totes Kapital keine Umsätze bringt, ist dies ein spürbarer finanzieller Faktor.

Ein Fazit zur Ladungssicherheit bei Lkw

Ladungssicherheit ist ein wichtiger Faktor im Speditionsgewerbe. Zahlreiche Unfälle haben in der Vergangenheit zu Personen- und Objektschäden geführt, die von den Versicherungen immer seltener beglichen werden. Dass mit diesem Thema nicht immer sorgsam genug umgegangen wird, belegen die polizeilichen Kontrollen, die häufig Mängel feststellen.

Die Situation für Spediteure wird immer schwieriger, da sich die Gesetzgebung zur Ladungssicherheit ständig verändert. Dennoch drohen empfindliche Strafen, wenn die erforderlichen Maßnahmen zur Ladungssicherung nicht eingehalten werden. Darum gehören Ladungssicherungsnetze, Spanngurte mit oder ohne Ratschen, Antirutschmatten, Hebebänder und Zurrschienen zur Standardausrüstung für jeden Lkw.

Um den steigenden Anforderung an die Ladungssicherung gerecht zu werden und den Bedürfnissen der Spediteure gerecht zu werden, setzen führende Unternehmen auf technische Lösungen. So bieten die beiden Absetzkipper Hammer und Maximus ein neues Sicherungssystem. Sie verwenden pro Containerseite eine Zusatzkette, die den Container beim Be- und Entladen sowie beim Kippen zuverlässig fixieren. So werden Schäden an den Containern, am Fahrzeug und bei Dritten vermieden. Auch tragen die Kipper zur Wirtschaftlichkeit der Speditionen bei, da Neuanschaffungen, Reparaturen und Standzeiten in der Werkstatt vermieden werden. Außerdem ist ein Zeitvorteil beim Fahren mit zwei Containern zu beobachten, da keine zusätzliche Absicherung durch Spanngurte mehr nötig ist.

Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie technische Innovationen die Ladungssicherheit in Zukunft maßgeblich verbessern wird. Gerne beraten wir Sie beim Thema Ladungssicherheit und finden die richtige Lösung für Sie! Kommen Sie noch heute mit uns ins Gespräch.

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