Abrollcontainer kaufen: Auf diese 3 Dinge kommt es an!

Im Netz finden sich Abrollcontainer in zahlreichen Varianten – nicht nur das Gewicht und die Form variieren, sondern auch zahlreiche Extras. Dieser Beitrag gibt Ihnen die wichtigsten Informationen an die Hand, die für den Kauf eines neuen oder gebrauchten Abrollcontainers wichtig sind.

Abrollcontainer: Was ist das?

Unter einem Abrollcontainer versteht man einen Behälter, der mit Hilfe von Rollen auf ein Trägerfahrzeug (z. B. ein Abrollkipper ) gezogen werden kann. Zwar besitzen alle Container eine ähnliche Unterrahmung, doch auch hier können bereits erste Unterschiede auftauchen, die ein System gänzlich ausschließen würden. Der Aufbau kann daher je nach Einsatzzweck und Containern zum Teil stark variieren.

Aus diesem Grund findet man Abrollcontainer auch in unterschiedlichen Maßen, Formen und Extra-Ausstattungen vor. Mit einem Volumen bis zu 50 m3 können sie im Vergleich mehr Inhalt als Absetzcontainer fassen.

Seine Anfänge erlebte der Abrollcontainer in der Nachkriegszeit. Weil LKW rar waren und die Nachfrage nach Transportfahrzeugen groß, konnte man sich keine langen Wartezeiten leisten. Die Ladung musste also am Zielort zügig auf- bzw. wieder abgeladen werden. Gemeinsam mit dem Abrollkipper trat dieser besondere Container seinen Siegeszug durch die ganze Welt an.

Abrollcontainer neu oder gebraucht kaufen?

Auf Verkaufsplattformen Im Netz finden sich zahllose gebrauchte Abrollcontainer. Vor dem Kauf sollte man sich in jedem Fall vor Ort ein Bild über den Zustand des Behälters machen.

  • Weist der Container innen oder außen Schäden auf (Rost oder auffällige Gebrauchsspuren)? Lohnt sich der Einsatz eines alten Modells noch?
  • Erfüllt der Behälter alle Eigenschaften, um für die eigenen Einsatzzwecke genutzt zu werden?
  • Welche Umbaumaßnahmen sind ggf. notwendig?

Diese Fragen müssen Sie sich beim Kauf eines neuen Abrollcontainers nicht stellen. Gerade für spezialisierte Einsatzfelder können die Container passgenau für die eigenen Anforderungen gebaut werden.

Abrollcontainer kaufen – so gelingt's:

Beim Kauf eines Abrollcontainers kommt es nicht nur auf den Container selbst, sondern auch auf die Beschaffenheit des Abrollkippers an. Beim Kauf sollten Sie daher auf die folgenden drei Dinge achten:

1. Verwendungszweck des Abrollcontainers bestimmen

Bevor Sie sich auf die Suche nach einen passenden Hersteller machen, sollten Sie zunächst genau formulieren, in welchen Bereichen Ihr Abrollkipper zum Einsatz kommt. Nicht alle Modelle eignen sich als “Universal-Container”.

Die folgende Auflistung verdeutlicht, wie breit gefächert Abrollcontainer eingesetzt werden:

    • Bauwirtschaft: z. B. Schutt, Baumaterial, Erdaushub, Holz, Maschinen, Gerüstteile
    • Entsorgungs-, Recycling- und Energiewirtschaft: z. B. Hausabfälle (Glas, Papier, Sperrmüll), Industrieabfälle (Bau- und Chemieabfälle), Flüssigkeiten (Klärschlamm, chemische Flüssigkeiten), zum Trocknen von Material (Holz, Hackschnipsel) für Biogasanlagen
    • Katastrophenschutz: Einsatzmaterial (Schläuche und Schutzausrüstungen) der Feuerwehr oder des technischen Hilfswerks
    • Speditions- und Transportgewerbe mit Containerdienst: diverse Ladungen, Gefahrguttransporte, auf der Schiene und Straße

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2. Abrollkipper und Abrollcontainer: Ladungssicherheit gewährleisten

Besitzen Sie bereits einen Abrollkipper? Dann sollten Sie beim Kauf eines Abrollcontainers auf die Vorgaben für die “Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen” (VDI-Richtlinie 2700) achten.

In der Richtlinie enthalten ist beispielsweise die Pflicht, Container form- und kraftschlüssig auf dem Fahrzeug zu sichern. Es müssen also auf dem Fahrzeug wie am Container Sicherheitsvorrichtungen vorhanden sein, die perfekt ineinandergreifen. Auf diese Weise soll ein Verrutschen des Abrollcontainers selbst bei unerwarteten Fahrmanövern ausgeschlossen werden.

3. Zulässiges Gesamtgewicht nicht überschreiten

Das Leergewicht des Fahrzeugs sowie die Zuladung darf jedoch das zulässige Gesamtgewicht nicht überschreiten. Im Bußgeldkatalog 2018 sind die Gewichtsgrenzen für die verschiedenen LKW (nach Anzahl der Achsen) aufgeführt. Die Nutzlast eines Containers richtet sich nach dem Fahrzeugleergewicht:

Nutzlast (des Containers) = zulässiges Gesamtgewicht - Fahrzeugleergewicht

Gewichtsklassen standardisierter Abrollcontainer

In der DIN30722 sind alle standardisierten Container aufgeführt. Diese lassen sich in drei verschiedene Gewichtskategorien unterteilen: 

  • Abrollcontainer nach DIN30722-1:
    Länge: 4.400 - 7.400 mm
    zulässiges Gesamtgewicht: 15 t
    Geeignetes Trägerfahrzeug: Abrollkipper RL 16
  • Abrollcontainer nach DIN30722-2:
    Länge: 4.400 - 7.400 mm
    zulässiges Gesamtgewicht: 24 t
    Geeignetes Trägerfahrzeug: Abrollkipper RL 20 

Abrollcontainer: 5 Modelle auf einen Blick

1. Standard-Abrollcontainer

Am meisten verbreitet ist der Standard-Abrollcontainer, der vor allem zur Lagerung und zum Transport von Baustoffen sowie Abfall eingesetzt wird. Die meisten Standard-Abrollcontainer sind nach DIN30722 gebaut.

Standard-Abrollcontainer können mit einer ganzen Reihe an Extras ausgestattet werden, z. B.:

  • unterschiedliche Behälterhöhen
  • unterschiedliche Wanddicken (S- und L-Bauweise)
  • Deckel und Abdeckungen: Rollplane, Schiebedeckel, Gitterklappendeckel etc.
  • Türverriegelungen, z. B. Pendelklappe, Blechdach oder hydraulische Heckklappe
  • Steigleiter
  • Hebebühne
  • Rollrampe
  • Rungen
  • Vorbauten, Verladeschienen etc.
  • doppelter Boden
  • Aufstiegsleiter
  • Kranausschnitt

2. Betretbare Abrollcontainer

Bestimmte Abrollcontainer können auch als mobile Arbeitsplätze bzw. als Technikräume verwendet werden: Sei es zur Einrichtung von Kommunikationszentralen bei Großveranstaltungen oder von externen Forschungsstationen. Je nach Bedarf sind diese Container mit einem bestimmten Wärme- bzw. Lüftungssystem ausgestattet, sodass sensible Materialien sowie technische Geräte im Innenraum gut gelagert werden können.

3. Plattform-Abrollcontainer

Zum Transport von Holz (Bretter oder ganze Stämme), Gerüstteilen oder Maschinen werden häufig Abrollkipper mit Plattformen einsetzt. Diese besitzen lediglich eine Stirnwand, an der der Aufnahmebügel angebracht ist. Bei einigen Modellen lassen sich seitlich in regelmäßigen Abständen Rungen zur zusätzlichen Sicherung der Ladung anbringen.

4. Trocknungs-Abrollcontainer

Mit diesem Spezialcontainer lassen sich im Inneren besondere klimatische Bedingungen herstellen, um Materialien wie Holz (Hackschnitzel), Getreide, Mais oder andere landwirtschaftliche Erzeugnisse für die Energiegewinnung trocknen zu lassen. Mit Hilfe von integrierten Öffnungen lassen sich spezielle Lüftungsschläuche anschließen. Darüber hinaus findet man im Innenraum meist besondere Einlegeböden bzw. Lüftungsbleche, auf die das zu trocknende Material gelegt werden kann.

5. Feuerwehr-Abrollcontainer

Immer öfter werden Abrollcontainer auch in Verbindung mit Feuerwehrfahrzeugen eingesetzt. Die speziellen Vorgaben für Bau von Abrollkipper sowie Abrollcontainer für die Feuerwehr sind in DIN14505 zu finden.

Feuerwehr-Abrollcontainer werden sowohl zum Transport diverser Einsatzmaterialien (Geräte, Schläuche, Koffer) als auch als begehbare Besprechungs- und Kommandozentralen in Katastrophengebieten eingesetzt.

Fazit: Abrollcontainer kaufen

Abrollcontainer und Abrollkipper sind ein unschlagbares Team, das allerdings zueinander passen muss. Ist die Ladungssicherheit gewährleistet und das zulässige Gesamtgewicht nicht überschritten, lässt sich die Kombination aus Container und Fahrzeug vielseitig einsetzen.

Gerade für arbeitsintensive und häufige Spezialeinsätze lohnt es sich, einen neuen Abrollcontainer zu kaufen. Nicht zuletzt auch darum, weil viele Hersteller Sonderanfertigungen nach individuellen Kundenwünschen vornehmen.

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